Die Vereinten Nationen betonen, dass „jeder Staat ... die Pflicht“ hat, „alle Menschenrechte und Grundfreiheiten zu schützen“. Dennoch käme es zu „Verletzungen der Grundfreiheiten von Völkern“, zu „Kolonialismus“, „Fremdherrschaft“ sowie zur „Bedrohung der territorialen Unversehrtheit“. Die Vereinten Nationen beklagen die „Weigerung, das Recht der Völker auf Selbstbestimmung anzuerkennen“. Es gehe um „das Recht eines jeden Volkes auf die Ausübung der vollen Souveränität über seine Reichtümer und seine natürlichen Ressourcen“.

Mit ihrer Resolution aus dem Jahre 1998 beschlossen die Vereinten Nationen, dass jeder Mensch“ das Recht habe, „auf jeden Aspekt ihrer Arbeit aufmerksam zu machen, der die Förderung, den Schutz und die Verwirklichung der Menschenrechte und Grundfreiheiten beeinträchtigen oder behindern könnte“. Es sei das Recht eines jeden Menschen, „an mit öffentlichen Angelegenheiten befassten Organisationen Kritik zu üben“ und „ihnen Vorschläge zur Verbesserung ihrer Tätigkeit zu unterbreiten“. (vgl. UN Resolution 53/144 vom 9. Dezember 1998, Präambel, Art. 5 und Art. 8)

Vorschläge?

Regierungen der Heimatstaaten sollten dafür einstehen,

  • dass jedem Menschen zu seiner eigenen Parzelle Land verholfen wird;
  • dass auch den ärmsten Menschen die eigenständige Aufbereitung von Trinkwasser ermöglicht wird;
  • dass die Verteidigung mit atomaren Waffen überflüssig wird;
  • dass die Gesundheit der Bürger Vorrang hat vor der globalen Wettbewerbsfähigkeit der Industrie;
  • dass mit Steuereinnahmen weder die Schulden anderer Staaten getilgt, noch "systemrelevante" Unternehmen saniert werden;
  • dass ein Zivilrichter den Interessen eines Geschädigten nicht weniger Rechnung trägt, als den "Freiheiten" seines Schädigers;
  • dass ein Strafrichter dem Wortlaut des Gesetzes Geltung verschafft und dessen Modernisierung dem Parlament seines Staates überlässt;
  • dass ein Polizist Respekt verdient, weil er dem Bürger das Gefühl von Schutz und Sicherheit vermittelt;
  • dass ein Bürgermeister in seiner Stadt keine rechtsfreien Räume („no go areas“) zulässt;
  • dass ein Bischof die Türen seiner Kirchen und Klöster für Flüchtlinge öffnet;
  • dass jedem Bürger eine gesundheitliche Grundversorgung gesichert wird;
  • dass ein Arzt oder ein Apotheker sich am Wohl seines Patienten und nicht am geschäftlichen Interesse der Industrie orientiert;
  • dass ein Händler Handwerkern in Entwicklungsländern Waren zu fairen Preisen abnimmt;
  • dass ein Erfinder der Energie aus Kohle ihren endgültigen Abschied bereitet;
  • dass dem abgasfreien Automobil im Straßenverkehr zum Durchbruch verholfen wird;
  • dass ein IT-Spezialist versteht, persönliche Daten der Nutzer im Netz für Andere endgültig unbrauchbar zu machen;
  • dass ein Tierzüchter der Gesundheit seiner Tiere und der Gesundheit der Verbraucher absoluten Vorrang einräumt;
  • dass ein Spediteur Container von der Straße holen und auf Bahngleisen geräuschlos ans Ziel bringen lässt;
  • dass ein Gouverneur die Bewohner von Großstädten zu einem Weiterleben in seiner ländlichen Provinz bewegt;
  • dass solche Verteidiger von jedem Menschen den gebührenden Respekt für ihr Wirken erwarten dürfen;
  • und, last but not least, dass jeder Mensch weiterkämpft, obwohl er hier – noch – nicht Erwähnung gefunden hat.

 

WAHLTAG ist ZAHLTAG!

Schüler einer Berufsschule können ihren Lehrern kein Zeugnis ausstellen. Bürger den Regierungen ihres Landes sehr wohl. In einer Wertegemeinschaft mit einer funktionierenden Demokratie zumindest.